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Zeit im Jahreskreis |
GEDANKEN ZUM EVANGELIUM
"Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben", so hören wir heute im Evangelium. Den Versprechungen jener Mittel dieser Welt steht eine Zusage gegenüber, die von Gott kommt, von Jesus Christus. Da gibt es noch einen anderen Entwurf für ein geglücktes, erfülltes Leben als den einer Welt, die meint, nur aus sich alles nehmen zu können. Die Welt, die nur sich selbst sieht, die keinen Bezugspunkt hat, der über sich hinausgeht. Wer nur diese Welt und den Erfolg in ihr sieht, wer nur diese Welt hat, der muss verdrängen und ausblenden, was dieses scheinbare Glück bedrohen könnte.
Das lebendige Brot backen wir uns nicht selbst. Das lebendige Brot entwickelt sich nicht im Labor und wir bekommen es schon gar nicht in Mitteln, die uns scheinbar immer gut darauf sein lassen. Das lebendige Brot ist ein Geschenk - das Geschenk Gottes an uns Menschen. Es ist uns Hinweis, dass unser Leben noch eine tiefere Dimension hat als den Erfolg, die Karriere, die Titel, den Luxus in dieser Welt; sogar eine tiefere Dimension als unsere menschliche Beziehungen, unsere Gesundheit und als all das Schöne, das wir in unserem Leben erfahren, dass sein darf, aber immer begrenzt ist.
"Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel kommt. Wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit." Was Jesus uns hier zusagt, das gilt nicht nur für die Dimension, die über den Tod hinausreicht, sondern gehört jetzt schon zu unserem Leben und wie wir es gestalten. Unser Leben hier ist immer begrenzt, beschädigt, ist immer auch mit Leid durchmischt. Und da nun etwas zu haben, was nährt, was uns heilt in unserer Seele, immer wieder, was uns stärkt und tröstet, was uns Kraft gibt, das ist ein Himmelsgeschenk. Im Zeichen des Brotes ist Jesus eine Quelle des Lebens und der Kraft zum Leben. Wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
Amen